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Nachtrag: Meine Bewertung beim Geocaching erläutert

Aus aktuellem Anlaß möchte ich gerne noch ein paar Zeilen zu meiner Bewertung schreiben.

Das Schema:

Meine Bewertungskriterien: 1= [V] 6= [:D]
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1. Listing:  X/6
2. Koordinaten:  X/6
3. Kreativität:  X/6
4. Abwechslung:  X/6
5. Location:  X/6

Die Erläuterung:

  1. Listing –  Dieser Punkt umfasst die Gestaltung des Listings. Sind z.B.  Hint und Spoilerbild nutzbar?
  2. Koordinaten – Bei Abweichungen von >10m oder absichtlich ungenauen Angaben gehen diese zu Lasten der Bewertung.
  3. Kreativität – Damit ist nicht höher, weiter und besser gemeint sondern vielmehr die Idee an  sich. Wer sich Mühe bei den Verstecken gibt, der bekommt auch die entsprechenden Punkte. Ein gewisses Maß an Handarbeit macht einen Cache immer zu etwas Besonderes.
  4. Abwechslung – Diese Kategorie kommt vor allem bei Serien und Multi-Caches zum tragen. Umso abwechslungsreicher die Verstecke desto besser die Bewertung.
  5. Location – Jeder kennt Ecken in die keine Dosen gehören. Besonders hervorzuheben sind dabei die sogenannten Pissecken , diese gehen in meiner Bewertung glatt leer aus.

zu 1. Das Listing ist für mich einer der ersten Eindrücke. So ist es verwunderlich, das einige Cacher es gar nicht mehr ansehen oder nur noch als Notnagel betrachten, wenn sie den Tradi nicht innerhalb von zwei Minuten finden können. Bei meinen ersten Gehversuchen als sogenannter Owner (Geocache Besitzer) habe ich besonders viel und ausführlich in die Listings geschrieben. Das war schlichtweg unnötig. Mittlerweile versuche ich mich sofern möglich, auf das wesentliche zu beschränken und mich kurz zu fassen. Bei meinen Wandermultis fällt dieser Versuch aber weitestgehend flach. Da kommt der Cacher nicht umhin die Beschreibungen zu lesen und Infos mitzuführen. Sollten dabei im Vorfeld Fragen zum Ablauf auftauchen, ist ausreichend Zeit mich anzuschreiben. Für eine Bewertung meinerseits, stehen die Lesbarkeit, wissenswerte Infos, Angaben zur Umgebung im Fokus. Der Hinweis auf Gefahren und besondere Ausrüstung ist dabei ebenfalls wichtig. Die bei Opencaching.de und Geocaching.com zu vergebenden Attribute spielen dabei eine wichtige Rolle. Diese sollte man diese so setzen, das auch ortsfremde Personen mit einem Blick sehen können was sie erwartet.

zu 2. Die Koordinaten Es kommt immer mal wieder vor, das man die Koordinaten vermeintlich sauber einmißt und schon beim ersten Besucher wird klar, das da etwas nicht stimmen kann. Das passiert! Alles halb so wild wie ich finde. Bedingt durch die Umwelteinflüsse und das System selbst kommt es zu Abweichungen. Bei Abweichungen oberhalb von 10 Metern wird es langsam kritisch. Damit man sich in etwa vorstellen kann was es bedeutet wenn die vom GPS Empfänger angezeigten Koordinaten nicht mit dem tatsächlichen Versteck übereinstimmen, habe ich unterhalb ein paar gängige Abweichungen aufgeführt.

Abzusuchende Fläche bei einer Abweichung von: (Radius)

  • 1 Meter = 3 m²
  • 2 Meter = 13 m²
  • 3 Meter = 28 m²
  • 4 Meter = 50 m²
  • 10 Meter = 314 m²

Man sieht als,  das die Suche mit zunehmender Abweichung schnell zur Qual wird. Bei Caches mit geringer D-Wertung sollte man davon ausgehen, das die Koordinaten stimmen, die Abweichung so gering wie möglich ist oder aber die Hints und Spoiler ohne zu große Interpretationen zuzulassen, eindeutig sind. Man sollte sich als Geocacher nicht scheuen, die Koordinaten bei vermeintlich zu großer Abweichung zu mitteln und z.B. im Log die neue Messung einzutragen. Bei wirklich schwierigen Bedingungen führt nur zum Ziel was häufig und zu unterschiedlichen Zeiten eingemessen wurde. Sollte sich also im Log eine Koordinate befinden, welche das Döschen aus der Sicht eines anderen Cachers lokalisiert, dann nicht sauer sein sondern Danke sagen.

 zu 3. Die Kreativität ist schwer meßbar aber meiner Meinung nach gut vergleichbar. Hier halte ich es wie bei einem Handwerker. Eine saubere Arbeit wird auch gut bewertet. Nehmen wir mal meine Caches entlang des Heidschnucken-Wanderweges. Diese Dosen sind das einfachste Mittel zum Zweck. Es sind durchweg robuste Petlinge. Von diesem Plastikkolben kann man halten was man will. Bei richtiger Benutzung sind diese Umverpackungen ideal für Logbücher, da wasserdicht und mechanisch belastbar. Mir war auf dieser Strecke wichtig das die Wanderer zu jeder Jahreszeit die Dosen auffinden können und die Wartungsintervalle so gering wie möglich sind. Das bedeutet im Umkehrschluss, sie dürfen nicht im Boden stecken, ein Zufallsfund durch Außenstehende sollte durch simple Tarnung erreicht werden. Mission geglückt. Um auf das Thema Kreativität zurückzukommen muss man sich die GC-Vote Bewertungen ansehen. Mit drei von maximal fünf Sternen bin ich durchweg zufrieden, was will ich mehr? Trotz der Tatsache das es Petlinge sind, die Caches nicht entlang eines Rundweges liegen und die Strecke nicht mit dem Auto abgefahren werden darf, kann ich doch sehr gut leben.

zu 4. Die Abwechslung ist schon eher ein schwieriges Thema und meiner Meinung nach einer der subjektivsten Punkte. Mit zunehmender Fundzahl wird eine Überraschung immer seltener. Das führt schnell dazu das man sich langweilt oder die Herausforderung sucht. In meinem Fall geht das Interesse immer mehr in Richtung Bewegung. Dabei ist die Form egal. Der schnelle Tradi zwischendurch wird natürlich auch mitgenommen hat es aber schwer . Ich halte nichts davon, wenn die Caches zum Cacher kommen. Das muss ganz klar umgekehrt erfolgen. Einige Ausnahmen gibt es natürlich immer und so drehen wir uns im Kreis. Schnelle Funde gibt es zuhauf. Die Zeit Filmdosen an Leitplanken zu kleben ist vorbei. Die Owner von Trails sind sich in den meisten Fällen aber dessen bewusst und nehmen die Kritik in Kauf. Stellt Euch nur einmal vor ihr besucht einen Trail und die Dosen sind unterschiedlich gestaltet, die Verstecke sind kreativ im Vergleich zu anderen Cacheserien und die Wegführung fordert die grauen Zellen und Muskeln. Man erkennt also das die Besitzer sich Gedanken gemacht haben und sich gar um die Dosen kümmern, das macht für mich den Unterschied aus. Abschliessend bleibt zum Thema nur zu sagen, wer zehn Petlinge, Fildosen oder selbst Lock´n´Lock Dosen hinwirft, der trägt zur Abwechslung wenig bei. Da muss die graue Masse schon ein wenig mehr angestrengt werden.

zu 5. Die Location ist etwas was man sich zwar gut aussuchen kann aber nicht immer gut ankommt. Ein gutes Beispiel sind die beliebten Caches an Bushaltestellen. Bei mehr als 90% aller Dosen, die ich an diesen Orten gefunden habe, kann man schlichtweg sagen, Finger weg! Mir stellt sich dann die Frage, wieso ausgerechnet hier? Den Gedankengang des jeweiligen Owners muss man zwar nicht sofort erkennen, eine kurze Erklärung im Listing würde manche Ungereimtheit ausräumen. Ich habe zwar meinen ganz eigenes Empfinden was landschaftlich schön, geschichtlich interessant oder auf seine eigene Art und Weise sehenswert ist, das schließt aber eine Bewertung meinerseits bei anderen Caches nicht aus. Ein kleiner Rat, schaut Euch mal die Karten aus Eurer Umgebung an, sind dort wirklich nur Bushaltestellen sehenswert, gibt es wirklich nur Kirchen, Schulen, Bahnhöfe und Öffentliche Toiletten? Ich denke die Antwort ist einfach.

Gruß André

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